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Alt 03.10.2019, 01:41   #1   Druckbare Version zeigen
Rigo Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
Retinsäure in alkalischer Umgebung.

Hallo zusammen.


Was würde passieren wenn das Molekül „Isotretinoin“ bzw. allgeimein Retinsäuren mit einer alkalischen Flüssigkeit (z.B. ph-Wert zwischen 8 und 9) in Berührung kommt?
Könnt Ihr das vorher sagen anhand der Molekülbeschaffenheit?
Müsste die Lauge nicht mit Säure reagieren und das Molekül umformen?


Vielen Dank.

Grüße
Rigo
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Alt 03.10.2019, 10:12   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 23.271
AW: Retinsäure in alkalischer Umgebung.

Säure und Lauge ergeben Salz und Wasser. In wässriger Lösung entsteht so aus der Retinsäure das entsprechende Salz dieser. Diese Reaktion ist reversibel, d.h. wenn man die Lösung wieder sauer macht, entsteht auch wieder die Retinsäure
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
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Alt 03.10.2019, 11:48   #3   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.786
AW: Retinsäure in alkalischer Umgebung.

In Ergänzung:die Säure-Base-Reaktion betrifft nur die Carboxylgruppe der Retinsäuren(durch Base Deprotonierung zum Carboxylat),die Gesamtstruktur bleibt unverändert,also keine Veränderung der Anordnung/Konfiguration der jeweiligen C=C-Doppelbindungen.

Fulvenus!
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Alt 04.10.2019, 02:06   #4   Druckbare Version zeigen
Rigo Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Retinsäure in alkalischer Umgebung.

Hallo Chemiewolf, Fulvenus,

vielen Dank für eure Antworten.

Für mich wäre nun folgendes interessant.

Ich habe Hinweise aus einer Doktorarbeit, dass Retinsäuren in der Haut gespeichert werden, jedoch dort kaum abgebaut werden können.

Ich bin ebenfalls auf einen Blog gestoßen, in dem eine ebenfalls Isotretinoin-Geschädigte ihre Heilungserfolge schildert. Sie hatte weniger als halb so viel Isotretinoin eingenommen wie Ich.
Sie hatte sich über einen Zeitraum von 5 Jahren wieder zurück ins Leben gekämpft.

Unter anderem nannte Sie für sich als wichtige Therapie, regelmäßige Bäder mit Basenpulver, Meersalz oder Magnesiumflocken.

Rein theoretisch könnte es bei einem einstündigen Bad mit z.B. gelöstem Magnesium zu einem transdermalen Eindringen in die Haut kommen. Dort könnte dann vielleicht eine Art Osmose stattfinden, indem sich Basen und Säuren versuchen auszugleichen.

Die Studienlage zu solchen „Detox-Bäder“ mit Magnesium wird kontrovers diskutiert.
Im Bezug auf Magnesium heißt es, dass es die Haut als Membran nicht penetrieren kann.


Ich hätte folgendes darum versucht…
Es gibt solche Microneedel-Roller zur kosmetischen Behandlung von z.B, Narben. Damit werden tausende Stiche in die Haut gerollt (je nach Fläche) und durch die Verletzungen soll die Kollagenbildung angeregt werden.

Wenn Ich nun diese Nadelroller für mich verwende um die Penetrationsfähigkeit der Haut zu erhöhen, damit Magnesium oder andere Basen während dem Einweichen in der Badewanne nach und nach sicher transdermal eindringen können und in der Haut mit der Retinsäure reagieren zu können.

Wäre das theoretisch denkbar?
Wäre dadurch es möglich die Retinsäure durch Osmose aus der Haut zu ziehen?


Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
Rigo
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Alt 04.10.2019, 10:35   #5   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 23.271
AW: Retinsäure in alkalischer Umgebung.

Zitat:
Zitat von Rigo Beitrag anzeigen
, damit Magnesium oder andere Basen während dem Einweichen in der Badewanne nach und nach sicher transdermal eindringen können
das klappt nicht. Die Membrangängigkeit wir durch die Mikronadeln nicht erhöht. Evtl gelangen Spuren der gelösten Substanzen in die bei diesem Prozess zerstörten Zellen. Retinsäure wirst du so aber nicht abbauen können. Wie kommst du überhaupt darauf, dass sich das in den Hautzellen anreichert? Und wieso hast du es zu dir genommen?
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2019, 02:42   #6   Druckbare Version zeigen
Rigo Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Retinsäure in alkalischer Umgebung.

Hallo Chemiewolf,

es tut mir leid das Ich so spät antworte aber Ich finde kaum noch die Kraft dazu. Die dunkle Jahreszeit ist eingekehrt und zieht mich tief in den Abgrund. Ich weiß nicht ob Ich diese Tortur diesen Winter nochmal überstehe.

Zu deiner Antwort:
Ich habe es genommen, weil mein Hautarzt es mir regelrecht „aufgeschwätzt“ hat und Ich mir zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken darüber gemacht habe.
Getarnt als harmloses Vitamin-A Derivat nahm Ich es unbehelligt über einen langen Zeitraum ein.
Meine Gesundheit in die Hand eines anderem zu geben war der größte Fehler meines Lebens.
Verschrieben wurde mir es als Off-Label-Use für eine seborrhoische Dermatitis die aber eigentlich mit der Ernährung zusammen hing, wie Ich viel später selber heraus gefunden habe.


Es fällt mir zunehmend schwerer zu erklären warum es unter Iso zu solchen Jahre langen Nebenwirkungen kommen kann. Ich habe mich bei zahlreichen Schulmediziner vorgestellt die aber alle samt der Meinung sind, dass Isotretinoin nach spätestens einem Monat RESTLOS aus dem Körper eliminiert ist und das unabhängig wie hoch die Dosis war.
Sie beziehen sich auf Studien die im Prinzip überhaupt nichts aussagen im chronischen Verlauf.
Ich habe das schon mal genauer in meinem ersten Thread erklärt. http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=244458

Tatsächlich kann der Großteil der Anwender Retinoiden relativ annehmbar verstoffwechseln. Sie scheiden nach einiger Zeit alles von alleine aus. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Menschen mit Polymorphismen bei denen diverse Enzyme nicht richtig arbeiten oder es liegen noch andere Gründe vor. Man kann nicht alle über einen Kamm ziehen.
Man muss auch seltene Fälle berücksichtigen und der Sache nach gehen. Aber das dauert leider zu lange für die Ärzte.
Meiner Meinung macht das tatsächlich einen guten Arzt/Wissenschaftler aus, der auch mal bereit ist, gedanklich etwas durch zu spielen was auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich ist.

Das Problem an Iso ist, dass es hunderte von Genen steuert.
Bei den Pechvögeln wie Ich einer bin, läuft es so dumm, dass sich Gene, Transkriptionswege usw. sich zu einem ungeheuerlichen Teufelskreis zusammen schalten.
Wenn das mal geschehen ist, kommen die wenigsten hier wieder raus und nicht wenige wählen früher oder später den Suizid als Lösung.

Man kann also Isotretinoin zwei Wirkprofilen zu ordnen.
1. Der Körper kann damit umgehen. Die Ausscheidung erfolgt ungefähr dem Ablauf wie in den offiziellen Studien beschrieben, dauert real trotzdem viel länger.
2. Wichtige Regelkreise entgleisen und kommen alleine nicht mehr in den Normbereich zurück und der Körper geht in ein Notlaufprogramm. Jetzt spinnt alles und eine Ausscheidung ist so gut wie nicht möglich.



Ich habe vor Therapiebeginn ein großes Blutbild machen müssen samt Leberwerte. Letztere waren Bilderbuchhaft..keine Auffälligkeiten.
Nach der Therapie und auch jetzt noch nach Jahren, eine absolute Katastrophe. Meine Leber ist am Arsch.
Das Problem ist das Iso hauptsächlich über die Galle ausgeschieden wird.
Dazu bitte Ich mal nur das Intro dieser Studie durch zu lesen.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4236914/

Meine Leber arbeitet überhaupt nicht mehr richtig. Mein Stuhlgang ist komplett gelb, schwimmt jedes mal oben. Früher täglicher Stuhlgang heute nur noch jeden 3 manchmal jeden 2 tag.
Es fließt keine Galle. Mein Blirubin ist viel zu hoch. Ich habe Juck attacken dadurch. Meine Augen sind gelb. Die ganze Homöostase funktioniert nicht mehr.
Meine Nieren brennen höllisch rund um die Uhr was sich auch in den werten wiederspiegelt.
Nun…wenn es über die Galle nicht abtransportiert werden kann wo geht es dann hin? Fettgewebe, Gehirn & Haut.
In Wikipedia steht folgendes zu den Transport proteinen
CRABP

Die genaue Funktion der retinsäurebindenen Proteine CRABP I und CRABP II ist noch nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass CRABP I den Retinsäurespiegel in der Zelle senkt, während CRABP II mit Retinsäure einen Komplex bildet und diese so in den Zellkern transportiert. Das CRABP I ist in den meisten Körperzellen vorhanden, das CRABP II dagegen vor allem in Hautzellen.[1][4]



Ich habe noch immer so trockene Haut wie bei der Einnahme von Iso vor Jahren, das berichten alle langzeit geschädigte. Darum die Überlegung es von dort auch irgendwie heraus zu ziehen…



Für mich gibt es nur noch folgende Möglichkeiten.

1.
Den Gallenfluss in der Leber wieder anstoßen.
UDCA, Enzian, Artischocke, Mariendiestel allein oder in Kombination ohne Verbesserung.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es noch „Oleanolic Acid“ Es kann in der Leber CYP7a1 erhöhen und den Gallenfluss wieder herstellen. Es gibt es allerdings nirgends zu kaufen.
Abcb11 sorgt in der Leber für den Gallentransport. Ich weiß jedoch nicht wie Ich das aktivieren kann. Vielleicht kennt jemand eine Substanz die das bewirken kann?

2. Entgiftungsenzym UGT2B7 aktivieren das im Gewebe den Abbau von Retinsäure einleitet und dann hoffentlich langsam über die Niere die Metabolite heraus gehen.
TBHQ und Cannabinol kann dieses Enzym aktivieren.
TBHQ kann Ich nicht aus sicherer Quelle beziehen und Cannabinol kann Ich mir leider nicht herstellen. Ich weiß das es hier in dem Forum Regeln gibt. Aber vielleicht erklärt sich einer von euch bereit mir hier weiter zu helfen. Ich hätte einfaches Gras mit flüssigem Sauerstoff oxidiert um die Umwandlung einzuleiten. Vielleicht kann mir jemand anonym weiter helfen in dem er mir die Info per Email schreibt
Rigo.lassmer@gmx.de

Das ist die einigste Hoffnung die Ich noch habe.

Grüße
Rigo
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Stichworte
alkalisch, retinol, retinsäure

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