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Alt 21.12.2012, 16:29   #1   Druckbare Version zeigen
Nataniel Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 84
Katalysierende Grenzkonzentration

Hallo zusammen,

ich habe im Praktikum den Einfluss eines Katalysators auf die Reaktionstemperatur untersucht (Kalium-Natrium-Tatrat und Wasserstoffperoxid unter Zugabe verschiedener Mengen Cobaltchlorid).
Nun soll ich die "katalysierende Grenzkonzentration" berechnen und damit habe ich meine Probleme, denn den Begriff finde ich so weder im Internet noch in der gängigen Literatur.
Meine naive Überlegung war, dass es wohl jene Menge CoCl2 ist, die ich pro Volumenen der Lösung zufügen muss, damit sämtliche Tatrat-ionen "sofort" katalytisch reagieren können.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Nataniel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2012, 16:43   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.608
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Zitat:
Zitat von Nataniel Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich habe im Praktikum den Einfluss eines Katalysators auf die Reaktionstemperatur untersucht (Kalium-Natrium-Tatrat und Wasserstoffperoxid unter Zugabe verschiedener Mengen Cobaltchlorid).
Nun soll ich die "katalysierende Grenzkonzentration" berechnen und damit habe ich meine Probleme, denn den Begriff finde ich so weder im Internet noch in der gängigen Literatur.
Meine naive Überlegung war, dass es wohl jene Menge CoCl2 ist, die ich pro Volumenen der Lösung zufügen muss, damit sämtliche Tatrat-ionen "sofort" katalytisch reagieren können.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Wie ist denn der genaue Veruchsablauf gewesen?
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2012, 16:59   #3   Druckbare Version zeigen
Nataniel Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 84
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Es wurden 2g Kalium-Natrium-Tatrat in ca. 100 mL dest. Wasser gelöst und mit 10ml 15%igem Wasserstoffperoxid versetzt. Diese Lösunge haben wir mehrfach angesetz und schließlich mit unterschiedlichen Mengen Cobaltchlorid, angefangen bei 200 mg bis 0,1mg und schließlich 0mg, versetzt. Die Kolben wurden dann jeweils erhitzt und die Temperatur notiert, bei der erkennbar die Reaktion begonnen hat.
Wenn ich die Temperatur als Funktion der Stoffportion auftrage gibt das einen Verlauf der von der Form her einer -log(x)-Funktion ähnelt...
Nataniel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2012, 17:43   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.608
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Zitat:
Zitat von Nataniel Beitrag anzeigen
Es wurden 2g Kalium-Natrium-Tatrat in ca. 100 mL dest. Wasser gelöst und mit 10ml 15%igem Wasserstoffperoxid versetzt. Diese Lösunge haben wir mehrfach angesetz und schließlich mit unterschiedlichen Mengen Cobaltchlorid, angefangen bei 200 mg bis 0,1mg und schließlich 0mg, versetzt. Die Kolben wurden dann jeweils erhitzt und die Temperatur notiert, bei der erkennbar die Reaktion begonnen hat.
Wenn ich die Temperatur als Funktion der Stoffportion auftrage gibt das einen Verlauf der von der Form her einer -log(x)-Funktion ähnelt...
Ich würde es dann mal logarithmisch auftragen. Oft hilft auch den Kehrwert der Temperatur (Kelvin) zu nehmen. Ich denke die Kurve läuft in eine Sättigung, wo es egal ist wieviel Katalysator zugesetzt wurde. Wo der Knick anfängt oder die logarithmierte Form die X-Achse schneidet liegt die Grenzkonzentration.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2012, 18:19   #5   Druckbare Version zeigen
Nataniel Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 84
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Ich sollte vielleicht dazusagen, dass ich, was derartige Methoden und Tricks angeht noch recht unbewandert bin.
Was genau meinst Du, mit "dem Kehrwert der Temperatur" ( ich weiß natürlich, was ein Kehrwert ist, aber nicht, wie mir das hier helfen soll).
Ich habe schon mal logarithmisch aufgetragen um mir quasi empirisch eine Beziehung T(c) abzuleiten. Gibt eine schöne Gerade ohne jeden Knick. Und wenn ich den Schnittpunkt mit der X-Achse betrachte, dann wäre das ja die Stoffportion bei T = 0K.... das ist mir irgendwie suspekt.
Aber Du meinst, katalysierende Grenzkonzentration meint eine Konzentration, ab dieser mehr Kat die Reaktion nicht mehr beschleunigt?
Was mich dabei auch noch etwas irritiert, ist dass diese Konzentration ja berechnet werden soll. Eine graphische Lösung ist zwar sicherlich auch interessant, muss aber auch irgendwie rechnerisch gehen.
Nataniel ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.12.2012, 18:29   #6   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.608
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Zitat:
Zitat von Nataniel Beitrag anzeigen
Ich sollte vielleicht dazusagen, dass ich, was derartige Methoden und Tricks angeht noch recht unbewandert bin.
Was genau meinst Du, mit "dem Kehrwert der Temperatur" ( ich weiß natürlich, was ein Kehrwert ist, aber nicht, wie mir das hier helfen soll).
Ich habe schon mal logarithmisch aufgetragen um mir quasi empirisch eine Beziehung T(c) abzuleiten. Gibt eine schöne Gerade ohne jeden Knick. Und wenn ich den Schnittpunkt mit der X-Achse betrachte, dann wäre das ja die Stoffportion bei T = 0K.... das ist mir irgendwie suspekt.
Aber Du meinst, katalysierende Grenzkonzentration meint eine Konzentration, ab dieser mehr Kat die Reaktion nicht mehr beschleunigt?
Was mich dabei auch noch etwas irritiert, ist dass diese Konzentration ja berechnet werden soll. Eine graphische Lösung ist zwar sicherlich auch interessant, muss aber auch irgendwie rechnerisch gehen.
Gerade ist schon mal gut.

Wo wird X und wo Y gescnitten? Kehrwert einfach 1/T gegen log c auftragen.
Richtig die Grenzkonzentration ist die Menge wann der Katalysator anfängt zu wirken. Dann gibt es irgendeinen Punkt wo eine Zugabe nicht weiter beschleunigend ist. Sättigungskonzentration.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2013, 16:18   #7   Druckbare Version zeigen
Nataniel Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 84
AW: Katalysierende Grenzkonzentration

Frohes neues Jahr wünsche ich erstmal.

Tut mir Leid, dass ich erst jetzt antworte, aber ich war über die Feiertage nicht in der Hochschule und nur dort habe ich die Programme zur Verfügung mit denen ich meine Auswertungen üblicherweiße mache.

Also: Der Schnittpunkt mit der X-Achse (d.h. T = 0K) "liegt" im Bereich c = 10^15 mg/100ml. Die Gerade hat nur eine sehr geringe negative Steigung und entsprechend weit von meinen letzten gemessenen Werten liegt der Schnittpunkt. Vermutlich ist es gewagt, soweit über den gemessenen Bereich hinaus Linearität anzunehmen, daher würde ich da jetzt nicht sonderlich viel drauf geben.
Schnittpunkt mit der Y-Achse gibt es ja wegen der halblogarithmischen Auftragung nicht. Aber aus meinen Messungen weiß ich aber, dass bei c = 0; T = 368K ist.

Prinzipell hat sich der Fall eigentlich auch schon erledigt. Von einem Komilitonen weiß ich, dass man diese Grenzkonzentration schätzt und nur auf gängige Einheiten umrechnet. Ich hab zwar keinerlei Skrupel, dass dann auch so abzugeben, aber interessieren würde mich doch, ob man da nicht auch ohne Schätzen drauf kommt. Müsste doch auch irgendwie gehen, nicht wahr?
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