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Alt 02.08.2000, 16:23   #1   Druckbare Version zeigen
Fabio  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 233
Grinsen

Hi Oberarzt BUBA!! °grins°

Wenn man Alkohol konsumiert wird dieser in der Leber zu Ethanal oxidiert!! (Stimmt das auch?) Wie verhält sich das Ethanal dann in dem Körper und wie wird es dann abgebaut?

MfG
Fabio ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.08.2000, 22:58   #2   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Cool

Zum Alkohol-Metabolismus:

Ethanol wird vom Magen und Darm aus rasch resorbiert und in der Leber durch Alkoholdehydrogenasen (ADH) zu Acetaldehyd (Ethanal) und durch Aldehyddehyrogenasen weiter zu Essigsäure oxidiert. 3-8% werden durch Oxigenasen in den Mikrosomen abgebaut. Die Eliminationsgeschwindigkeit ist konstant (außer bei sehr niedrigen Konzentrationen), nämlich ca. 0,1 g pro kg Körpergewicht und Stunde. 1 g Ethanol liefert dabei 30 kJ (zum Vergleich: 1 g Fett 40 kJ und 1 g Kohlehydrat 17 kJ).

Erreicht die Ethanolkonzentration im Blut etwa 1 Promille, so kommt es zu Gleichgewichtsstörungen und Verlust der Selbstkontrolle. Bei 4-5 Promille besteht Bewusstlosigkeit und Lebensgefahr durch Atemlähmung.

Acetaldehyd ist kein körperfremder Stoff, denn er kann sowohl im Kohlehydrat- als auch im Fettstoffwechsel entstehen. Normalerweise wird er aber rasch in Essigsäure verwandelt. Wenn sich Acetaldehyd im Körper anreichert, so kommt es zu Kopfschmerz, Hitzegefühl, Pulsbeschleunigung (Tachykardie), Blutdruckabfall, Übelkeit (Nausea) und Erbrechen (Emesis). Diese Erscheinungen treten auch auf, wenn dem Organismuis Alkohol und Disulfiram (eingesetzt zur Alkoholentwöhnung) gleichzeitig zugeführt werden.

------------------
buba
Moderator
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2000, 01:06   #3   Druckbare Version zeigen
CO-Küchler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.797
Frage

Wie siehts denn bei einem Alkoholiker bzw. einem "trainierten Trinker" aus, geht da der Abbau schneller, oder ist die Tolleranz des Körpers höher?
CO-Küchler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2000, 09:21   #4   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Grinsen

Soweit ich weiß, geht der Abbau bei einem Alkoholiker nicht schneller. Aber man entwickelt eine gewisse Toleranz, d.h. man wird nicht so schnell "besoffen".

------------------
buba
Moderator
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2000, 12:43   #5   Druckbare Version zeigen
Kutti  
Mitglied
Beiträge: 1.811
Cool

Tag Alkoholinteressierte,

na also gut, ich schalte mich jetzt auch mal in die Diskussion ein.
Wie Buba schon erwähnt hat tritt auf dem Weg zur körperlichen Abhängigkeit rasch eine Gewöhnung ein. Für eine gleiche Rauschwirkung muss dann zunehmend Alkohol getrunken werden.
Aber nun zu der Frage: Bei der Anpassung an den Alkohol gibt es ja zwei verschieden Mechanismen, soweit ich weiß. Und wenn ich mich recht erinnere, dann ist eine die metabolische Toleranz. Und wenn ich mich nicht komplett irre, dann beruht die metabolische Toleranz auf beschleunigtem Abbau des Alkohols durch eine Erhöhung der Enzyme, die Buba schon angesprochen hat´. Das gilt vor allem für die alkoholdehydrogenase (ADH), das wichtigste Enzym bei der Verarbeitung von Alkohol. Zusätzlich werden neue Ethanolabbauwege erzeugt, z.B. das mikrosomale ethanoloxidierende System.

Also, ich hoffe ich konnte helfen.

Bis dann
C. Kuttruff (Kutti)
Kutti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2000, 22:59   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Cool

@Fabio:

Fabio, ich will nicht wissen, zu was HANSA in der Leber abgebaut wird. *lol*

Ich hohl mir erstmal'n Kühles!

Gute Nacht!
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Alt 04.09.2000, 23:20   #7   Druckbare Version zeigen
Fabio  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 233
Grinsen

@ Le Copain

Also Robin, du brauchst doch nicht meine Biermarke verraten!!
Fabio ist offline   Mit Zitat antworten
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