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Alt 21.12.2011, 12:28   #1   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.691
Atemwolken

Gleich vorweg: ich weiß natürlich, warum bei niedrigen Temperaturen sichtbare Wölkchen beim Ausatmen entstehen. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass es am gleichen Ort zur gleichen Zeit nicht bei allen Personen der Fall ist. D. h. die einen haben "Dampf vorm Mund" und gleich neben ihnen steht jemand, der hat das nicht. Kann das daran liegen, dass die Menschen eine unterschiedliche "Innentemperatur" haben und die Ausatemluft daher ungleich viel Wasserdampf enthält? Die sollte doch bei Personen, die nicht gerade Fieber haben, relativ gleich sein. Hat jemand vielleicht einen Hinweis?
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Alt 21.12.2011, 14:57   #2   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.691
AW: Atemwolken

Das heißt, es kommt auf die Heftigkeit an, mit der ausgeatmet wird? Ich werde das heue Nachmittag gleich testen . Zum "Glück" haben wir in Wien zurzeit die passenden Temperaturen (jetzt gerade +5°C, da konnte ich die beschriebenen Unterschiede immer gut beobachten). Vielen Dank! rbc
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Alt 22.12.2011, 01:45   #3   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.691
AW: Atemwolken

Alternative Vorschläge werden noch angenommen. Heute nach Sonnenaufgang teste ich das.
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Alt 23.12.2011, 13:41   #4   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.462
AW: Atemwolken

Die Körpertemperatur sollte aus gesundheitlichen Gründen hier zu vernachlässigen sein.Es kommt auf die jeweilige Atemtechnik an(flach,tief,hastig;Mundatmung, Nasenatmung),ob sich Kondenswolken bilden.

Fulvenus!
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Alt 23.12.2011, 16:43   #5   Druckbare Version zeigen
Irrlicht Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.222
AW: Atemwolken

Ist denn der Wassergehalt der ausgeatmeten Luft von Mensch zu Mensch analog der Körpertemperatur größtenteils gleich? Ich habe das Gefühl, als Vieltrinker mehr Wölkchen zu bilden als meine dauerdehydrierte Freundin.
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"Die Aussage 'Kein Mensch wäre so dumm, so etwas zu tun' stimmt nicht. Irgend jemand wäre immer so dumm, etwas wirklich Dummes zu tun - nur um zu sehen, ob es möglich wäre. Wenn du in einer versteckten Höhle einen Schalter anbringst und ein Schild aufhängst 'ENDE-DER-WELT-SCHALTER. BITTE NICHT DRÜCKEN', hätte das Schild nicht einmal Zeit zu trocknen."
-- Terry Pratchett - "Thief Of Time"
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Alt 24.12.2011, 00:52   #6   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.691
AW: Atemwolken

Das habe ich auch vermutet. Gestern habe ich getestet, was passiert wenn ich schnell und wenn ich behutsam, wie zum Beispiel beim Sprechen, ausatme. Nur die Form der Kondensatwolke war anders. Beim schnell Ausatman war es eher die Gestalt, wie man sie bei einem kochenden Teekessel kennt. Heute habe ich dann im Fernsehen ein Interview auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Eine machte beim Sprechen "viel Dampf", bei den anderen beiden war kaum etwas zu sehen. Da, wie Fulvenus mir plausibel machen konnte, die Temperatur in der Mundhöhle kaum eine Rolle spielen sollte, kommt mir das mit dem unterschiedlichen Wassergehalt plausibel vor. Ich habe ehrlich gesagt noch nicht einmal etwas darüber gefunden, ob der Wasserdampf in der Ausatemluft überwiegend von der Verdunstung des Speichels oder aus anderen Quellen stammt. Wohin kommt eigentlich das Wasser, das wir im Körper beim Verbrennen der Fette und Kohlehydrate erzeugen? Ich hätte die Frage vielleicht doch lieber nicht nur unter 'Physik' sondern auch unter 'Biochemie' oder 'Biologie' posten sollen. Vielleicht tue ich das noch. In Wikipedia habe ich über unterschiedlichen Wassergehalt von Ein- und Ausatemluft nichts gefunden. Der muss allerdings unterschiedlich sein, sonst würden sich Fensterscheiben schließlich nicht beschlagen, wenn man ihnen mit Nase oder Mund zu nahe kommt. Und dann müsste bei den Außentemperaturen, über die wir reden, ja auch die Einatemluft immer schon "neblig" sein.

So kann ich nur Spekulationen machen: sollte Fulvenus' Freundin aufgrund ihres geringeren Wasserkonsums "wolkenfrei" sein, könnte das in meiner Phantasie zu weniger Speichelproduktion führen. Stammt der Großteil des Wassers eher vom Wasser aus der aeroben Atmung, könnte es vielleicht damit zu tun haben, wie viel der Körper gerade verbrennt.

Aber ich werde parallel zu der Diskussion hier wirklich einmal bei den Biochemikern und Biologen nachfragen. Sicher wird aber auch hier jemand zusätzliches Wissen einbringen.

Schöne Weihnachten, und möge das beschriebene Phänomen nur beim Wandern und am Punschstand auftreten. In den eigenen Wänden wird es hoffentlich dazu zu warm sein
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Alt 24.12.2011, 11:58   #7   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.462
AW: Atemwolken

Die "dauerdehydrierte Freundin" gehört zu irrlicht,nur um das klar zustellen.Sonst gibt es noch Ärger unterm Weihnachtsbaum.
Mit der Zusammensetzung der Atemluft beschäftigt man sich schon etwas länger:
http://www.springerlink.com/content/j80752834121m85k/ .Der Wassergehalt der Atemluft ergibt sich übrigens zum überwiegenden Teil aus der Oberflächenfeuchtigkeit der Alveolen,über die bei der Lungenatmung,neben Gasen,auch Wasser ausgetauscht wird(Beim Alcotest wird auch der Atemalkoholgehalt bestimmt,da dort Ethanol aus dem arteriellen Blut über die Alveolen abgegeben wird).Verdunstung von Speichel ist beim Atmungsvorgang direkt von untergeordneter Bedeutung.

Fulvenus!
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Alt 25.12.2011, 13:29   #8   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.691
AW: Atemwolken

Wow! Dass es sogar ein ganzes Buch mit exakt diesem Thema gibt, hätte ich mir in hundert Jahren nicht träumen lassen!

Das mit der "falschen" Freundin tut mir leid. Wäre wirklich nicht fein, wenn du zu der Deinen sagen würdest: "Du, der rainbowcolorant hat gesagt, du bist dehydriert!"
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atemluft, feuchtigkeit, kondensation

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